Wichtiger Dreier
Am Sonntag forderte die Zweite des Wunders den Tabellendreizehnten Can Arkadas. Während nahezu alle anderen Ligaspiele an diesem Wochenende witterungsbedingt abgesagt worden waren, fand man das Geläuf am sonnigen Bischofsholer Damm heute in tadellosem Zustand vor. Problematischer gestaltete sich da die Personalsituation der Blau-Weißen, die es mit Martin Märker als Leihgabe der ersten Mannschaft und einem kränkelnden Fabian Franca Franz Wehrhan auf grade mal 12 Leute brachten. Fragwürdig vor allem im Hinblick auf den Kader von etwa 25 Leuten…
In der ersten Hälfte war die Partie vor allem von Ungenauigkeiten auf beiden Seiten und vielen kleinen Spielunterbrechungen geprägt. Dennoch spielte das Wunder auffälliger und kam folgerichtig zu einigen Torchancen. Nach einer Ecke in der 26. Minute behielt Tadeos Terefe im Gewühl am Fünfmeterraum den Überblick und konnte das Leder mit einem Schuss aus kurzer Entfernung im Tor der Gäste unterbringen. Das 1:0 war dabei gleichzeitig der Pausenstand, denn bis zur Halbzeit passierte bis auf ein paar harmlose Versuche des Wunders und ein paar Ecken auf der anderen Seite nichts mehr.
Die zweite Hälfte begann das Wunder schwungvoll, drängte auf’s 2:0 und erspielte sich gute Tormöglichkeiten. Nach einer scharfen Hereingabe von Gregor v. Olnhausen schaffte es Terefe leider nicht, den Ball aus wenigen Metern ins leere Tor zu schieben. Wie so häufig im Fussball sollte es dann noch einmal spannend werden. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung gelangte ein Arkadas-Angreifen in halbrechter Position an den Ball und versuchte, sich erfolglos durchzusetzen. Was nach einer harmlosen Situation aussah, wurde brandgefährlich, als ein Befreiungsschlag abgeblockt wurde und vor die Füße des Angreifers fiel, der den Ball für seinen zum Einschuss bereitsstehenden Mitspieler querlegte. 1:1, 70. Spielminute! Der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt war in Anbetracht des Spielverlaufs sicherlich schmeichelhaft, hatten die Gäste bis dahin nur druch Freistößte und Ecken in den Wunderstrafraum vordringen können. Durch den Ausgleich angeknockt, brauchte das Wunder einige Minuten um wieder in den Angriffsmodus umzuschalten, tat das dann jedoch nachdrücklich.
So hatte Lino Ruhe nach einer flachen Hereingabe von Niels Bohn die erneute Führung auf dem Fuß, vergab jedoch aus 4 Metern, indem er den am Pfosten eigentlich schon geschlagenen Gästekeeper anschoß. Kurz darauf flankte Markus Range von der rechten Seite mustergültig in den Lauf von Mittelfeldmotor Birger Bätje, der jedoch mit einem Kopfball ebenfalls am gut parierenden Arkadas-Schlussmann scheiterte. Leider köpfte Bätje nicht nur der Ball sondern auch Niels Bohn, der ebenfalls aussichtsreich zum Ball gegangen war, in Richtung Tor. Bohn musste daraufhin mit einem dicken Veilchen das Feld verlassen. (Schadenfreude bei Heiko auf’m Handy…)
Während der Schlusspfiff näher rückte, hatte sich das Wunder wohl langsam aber sicher an den Gedanken gewöhnt, wieder nur einen Punkt gegen einen direkten Tabellennachbarn einfahren zu können. Anders die Gäste, die nach dem 1:1 lautstark den Sieg als Ziel ausgaben, nach und nach das Mittelfeld auflösten, aber dabei zu keiner nennenswerten Möglichkeit mehr kamen. 2 Minuten vor Abpfiff flog ein weiter Ball von Wunderkeeper Damian Rathmann dann quer durch das schlechtbewachte Mittelfeld. Wunderspielmacher Gregor v. Olnhausen, der bis dahin blass geblieben war, schnappte sich das Leder, ignorierte konsequent mögliche Anspielstationen, ließ 2 Verteidiger stehen und netzte den Ball aus 16 Metern mit einem Spannschuss ins linke untere Eck ein. 2:1!
Die letzten Minuten überstand das Wunder fehlerfrei und konnte sich so über verdiente 3 Punkte gegen eine zweikampfstarke aber spielerisch mäßige Arkadas-Elf freuen.
Die Zweite rückt damit vorläufig bis auf Platz 8 im dichten Tabellenmittelfeld der 1. KK vor.
Aufstellung Wunder: Rathmann – Spreckelmeyer, Märker, Grotelüschen, Täger – Bohn (Wehrhahn), Range, Bätje, Ruhe, von Olnhausen – Terefe
rotzfrecher Gelbsünder... schreibt,
…wünscht Schnubbi ne gute Besserung…eine bessere Kommunikation hätte den Zusammenprall wohl verhindert…
Ein dreifach kräftiges “EY”, Reinhaun und bis Dienstag
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