Gutes Spiel & null Punkte beim Spitzenreiter
Die Zweite des Wunders musste heute den schweren Gang zur Schulenburger Landstraße antreten, um sich mit dem Tabellenführer Hellas Iraklis zu messen. Schon in der vergangenen Spielzeit hatte das Wunder im Auswärtsspiel den spielstarken Südländern einen heißen Tanz geboten. Und auch heute wurde es ein knappes Match.
Bei gutem Wetter musste die Elf den Ausfall von Captaino Timo Wohlers und Torhüter Damian Rathmann kompensieren. Till Sonsmeyer gab daher sein Debüt in der Innenverteidigung, Gregor von Olnhausen sprang als Kapitän ein, Birger Bätje erhielt die Chance, sich für einen Stammplatz zwischen den Pfosten zu empfehlen. Ebenso rückte Michael Gennat zurück in die Anfangsformation.
In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offenes Spiel mit leichten spielerischen Vorteilen für die Gastgeber. Die Defensive der Blauen hielt den Angriffen jedoch meist problemlos stand und so kamen die Iraklesen nur zu vereinzelten Versuchen aus der zweiten Reihe. Auf der anderen Seite blieben die Bemühungen der Wunderaner leider ebenfalls ohne zählbaren Erfolg. Tadeos Terefe, Stefan Jilge und Gregor von Olnhausen scheiterten jeweils mit Schüssen von der Strafraumgrenze am gegnerischen Schlussmann. In der 28. Spielminute durchbrach schließlich Debütant Till Sonsmeyer die Torlosigkeit. Blöd für’s Wunder – Sonsmeyer traf ins eigene Tor. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kombinierten sich die ballsicheren Irakliskicker bis an die rechte Außenlinie. Eine scharfe Hereingabe in Richtung Fünfmeterraum brachte Sonsmeyer, der in seinem Rücken einen Stürmer wähnte, so Bedrängnis, dass ihm der Ball an den Oberschenkel sprang und von wo aus er am geschlagenen Interimstorwart Bätje vorbei ins Tor murmelte. Trotz des ärgerlichen Rückstandes spielte das Wunder weiter gut strukturiert und noch vor der Pause schien sich das Blatt wieder etwas zu wenden. Als das Wunder auf der rechten Seite nach vorne spielte, fiel Niels Bohn auf der linken Seite unvermittelt zu Boden. In gewohnter Weise machte Bohn auf etwaige Ungerechtigkeiten aufmerksam und wenig später einigte sich das gute Schiedsrichtergespann auf Freistoß für das Wunder und rote Karte gegen Iraklis. Im Spielbericht wird als Begründung wohl absichtliches Beinstellen und somit Tätlichkeit stehen. Mit 1:0 ging es in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Wunderlichen gegen die dezimierte Irakliself zunächst spielbestimmend. Meist ging es jedoch nicht weiter als bis zum Strafraum und so hatten klare Torchancen weiterhin Seltenheitswert. Erwähnenswert setzte Gregor von Olnhausen in der 70. Spielminute mit einem trockenen Spannschuss den Ball an den Innenpfosten, von wo aus er zum Pech des Wunders ins Feld zurücksprang.
In den letzten Minuten lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, der mit dem 2:0 Endstand für die Hausherren endete. Dennoch brauchte sich das Wunderteam heute weder hinter dem Ergebnis noch hinter der eigenen Leistung zu verstecken. Auch wenn keine Punkte eingefahren werden konnten, scheint die Zweite zurück in der Spur und in der Saison angekommen zu sein.
Aufstellung Wunder: Bätje – Wehrhahn, Schmidt, Sonsmeyer, Palenzatis – Jilge, Rudorf, von Olnhausen, Bohn – Gennat, Terefe
Schreibe einen Kommentar