Ouvertüre…
Am 07. Januar 2012 fand der erste Spieltag der Zwischenrunde des Sporthaus Gösch Hallencups 2011 / 2012 in der Sporthalle 1 der IGS Mühlenberg statt.
Nachdem die 1. Wunder-G in der Vorrunde den Staffelsieg einfahren konnte, warteten nun mit dem HSC Hannover ein weiterer Staffelsieger sowie mit dem Badenstedter SC und der TuS Davenstedt zwei Staffelzweite aufs Wunder. Komplettiert wird die Gruppe durch den OSV Hannover als einen der beiden besten Gruppendritten.
Überraschenderweise fiel aber gleich die erste Partie des Spieltags ins Wasser: Der HSC Hannover wartete vergeblich auf den Badenstedter SC, der zu dem Spieltag nicht antrat – damit war auch unsere erste Partie geplatzt. Um nicht bis zum Schluss auf den Einsatz warten zu müssen, wurde nun unser Match gegen den HSC Hannover vorgezogen – das vermeintliche Spitzenspiel der Gruppe gleich zu Beginn!
Offenbar waren sich auch die Kicker auf beiden Seiten im Klaren, dass das Spiel richtungsweisenden Charakter haben könnte, denn das Spiel begann sehr verhalten, wenn auch mit leichten optischen Vorteilen fürs Wunder.
Die erste richtige Chance sollte aber der HSC haben: Bei einem schnellen Konter musste Niclas Kopf und Kragen riskieren, um den Ball zu klären. Die Aktion schien aber den HSC zu beflügeln und das Wunder zu lähmen: Angriff auf Angriff rollte nun aufs Wundertor, ohne dass es zu einer echten Befreiungsaktion kam. Ein Heber auf Wundertor klatschte hinter Niclas an den Innenpfosten und sprang wieder raus, einen weiteren Ball aus spitzem Winkel konnte Niclas an den Pfosten abwehren, und nach einer Ecke dauerte es lang und immer länger, bis unser Keeper den Ball unter sich begraben konnte.
Auffällig war, dass viele Chancen des HSC aus riskanten Einwürfen des Wunders entstanden, weil der Ball viel zu häufig zurück oder quer gelegt wurde, während das Wunder dem HSC viel zu viel Platz beim Einwurf gönnte.
Dennoch: Das Wunder überstand mit Glück und Geschick diese Drangphase und konnte sich in der zweiten Hälfte der Partie endlich befreien. Nun schien es, als ob der HSC sein Pulver verschossen hätte, während das Wunder immer mutiger wurde. Till und Jakob hatten plötzlich Riesenchancen bei Querpässen vorm HSC-Tor, die aber alle vom HSC-Keeper glänzend entschärft wurden. Dank der starken Torhüter-Leistungen auf beiden Seiten blieb es schließlich beim 0:0 – eines von diesen wenigen torlosen Unentschieden, die tatsächlich Lust auf mehr machen.
Um nicht nur mit einem einzigen Spiel die Rückfahrt antreten zu müssen, organisierte Dirk noch schnell ein Freundschaftsspiel gegen den OSV Hannover. Dieses Spiel sollte wesentlich einseitiger laufen: Während der OSV kaum gefährlich über die Mittellinie kam, berannte das Wunder das gegnerische Tor. Nachdem Fabio noch zweimal knapp scheiterte, legte er dann wunderbar auf den frei stehenden Jakob, der den Ball aus sechs Metern locker einnetzte…
… – die Ouvertüre für den spektakulärsten Treffer, den ich in der G-Jugend bislang gesehen habe:
Beim nächsten Angriff brachte Jakob den Ball hoch in den Strafraum. Der Ball senkte sich über Ahmed, der sich umdrehte und den Ball volley aus der Luft ins Tor zimmerte – ein Tor, wie man es selbst im Männerbereich nur ganz selten sieht.
Keine Frage, dass der OSV damit nicht nur an- sondern auch ausgeknockt war. Jakob konnte nach schöner Vorarbeit von Ahmed aus sieben Metern sogar noch auf 3:0 erhöhen. Ein wunderbares Spiel, bei dem nur die Tatsache, dass es nicht drei Punkte einbrachte, ein klein wenig störte.
Die Einteilung will es, dass das Wunder am nächsten Spieltag bereits wieder auf den HSC treffen wird, zudem auf Davenstedt, das heute den OSV 1:0 schlagen konnte und dem HSC ebenfalls ein 0:0 abrang, sowie auf den OSV Hannover – wer guten G-Jugend-Fußball sehen möchte, kann dieses am 21. Januar ab 12:30 Uhr erneut in der Halle 1 der IGS Mühlenberg tun.
Team: Niclas (TW) – Tom, Finn, David, Till, Ahmed, Jan, Jakob, Leon, Fabio
Autor: Eric Lorson




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