Wieder nichts
Die SG Blaues Wunder musste am Samstag gegen Havelse II ihre siebte Niederlage in Folge hinnehmen. Allerdings täuscht das Ergebnis von 0:4 über den eigentlichen Spielverlauf hinweg.
Das Wunder begann zunächst sehr gut organisiert und ließ Havelse II keine Chance zu Chancen. Die erste Halbzeit konnte dementsprechend ausgeglichen gestaltet werden, und das trotz der Tatsache, dass Havelse mit fünf Spielern in der Startelf antrat, die eigentlich in die Oberligamannschaft des TSV gehören. Trainer Olli Rothenburger musste auf einer Position umstellen, weil Rechtsverteidiger Stefan Möller aus privaten Gründen nicht spielen konnte. Dafür rückte Basti Wiemer auf diese Position und Sony Bespinar nahm dessen Platz im rechten Mittelfeld ein. Die Alternativen waren eher bescheiden, weil die Bank bis auf Torwart Ingo Wulf und Kreuzbandritter Basti Jüstel nur Spieler aus der zweiten Mannschaft saßen. Gott sei Dank besitzt die zweite Mannschaft genügend Qualität, dass dies nicht auffiel.
Die prekäre Personalsituation nötige das Trainergespann dazu mit Rovcanin und Grugel in der Startelf zwei Spieler aufzubieten, die unter Woche nicht trainieren konnten.
Trotzdem wurde sehr diszipliniert gespielt, auch wenn kurz vor der Pause Glück dazukam, dass der Havelser Stürmer eine gute Einschusschance kläglich vergab. Mit 0:0 ging es in die Pause.
Die zweite Halbzeit wurde wieder sehr diszipliniert begonnen und auch einige kleine Chancen herausgespielt. Das Spiel war nun in der entscheidenden Phase. Soner Bespinar und Vildan Rovcanin sowie Matthias Schmidt hatten Chancen, die Führung zu erzielen, kamen aber zu keinem zählbaren Ergebnis. So waren es die Gäste, die diesen wichtigen Schritt machten. Nachdem Torwart Philipp Hasse einen Schuss nur zur Seite, und somit vor die Füße des nächsten Angreifers, fausten konnte, war der Ball nach drei Nachschüssen dann im blauen Tor, obwohl sich Mann und Maus in die Schüsse warfen (65.). Die Verunsicherung war dem Blauen Wunder nun anzumerken und vier Minuten später fiel durch einen platzierten Fernschuss das 0:2. Als die Heimmannschaft dann offensiver zu Werke ging, nutzten die Havelser ihre Kontermöglichkeiten zum 0:3 und 0:4 (81./87.) Nun merkte man die Klasse der mit Oberligaspielern bestückten Mannschaft deutlich. Auch wenn mit der Einwechslung von Lars Quernheim zum Schluss noch zwei guten Möglichkeiten erspielt wurden, so war es doch bezeichnend, dass auch diese nicht rein gingen. Einmal kratzt der Verteidiger den Ball spektakulär von der Linie und beim zweiten Mal geht der Ball gegen den Innenpfosten und springt von da wieder raus.
Nun sieht es düster aus für das Blaue Wunder. Mit nur sieben Punkten aus elf Spielen droht ein langer Abstiegskampf, der nächsten Sonntag mit dem Auswärtsspiel in Misburg beginnt.
Blaues Wunder
Hasse- Schmidt, Freudenberg, Wohlatz, Wiemer- Poschke, Bornemann, Grugel, Bespinar- Rovcanin, Seifert
Tore:
0:1 nach mehrfachen Nachschuss (65.)
0:2 Fernschuss, nachdem eine Ecke nicht richtig geklärt werden konnte (69.)
0:3 Konter (81.)
0:4 Konter (87.)
Gelb: Freudenberg
Wörtlich:
Sony Bespinar: Ich hab nicht verschlafen, ich hab nur… länger geschlafen!
Basti Jüstel schreibt,
Ich bin nicht mehr sicher, wer noch gelb bekommen hat. Die Minuten und Einwechslungen konnte ich mir auch nicht genau merken. Meine Notizen liegen noch bei Miri im Auto…
Der Praesi schreibt,
Bei Miri im Auto …
Ich habe auf jeden Fall Gelb bekommen.
Es waren auch sechs aus dem Kader der ersten Mannschaft.
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