Schlechter Start – Schlechtes Zeichen
Die SG Blaues Wunder hat sich am Samstag im Heimspiel gegen den FC Lehrte selbst das Leben schwer gemacht und trotz einer guten Aufholjagd nach einem 0:3 Rückstand 3:4 verloren.
Dabei hatten die Blauen schon vor dem Spiel einige Schwierigkeiten. Aufgrund der prekären Torwartsituation – Philipp Hasse war gesperrt, Ingo Wulf war noch im Urlaub – musste Torwarttrainer Marko Hausmann das Tor hüten. Der hatte allerdings keinen guten Einstand als bereits nach sieben Minuten ein Freistoß der Lehrter direkt verwandelt wurde und Hausmann ohne Abwehrchance war. Fünf Minuten später erhöhten die Gäste auf 2:0, nachdem es wiederholt Abspracheprobleme in der Defensive gegeben hatte. Die schlechte erste halbe Stunde „krönte“ Routinier Dirk Bornemann mit einem Foul im eigenen 16er, der sicher verwandelt wurde (25.). Das Trainergespann um Olli Rothenburger und Benna Ulrich musste sich etwas einfallen lassen, damit sich die 1:6 Schlappe der Vorwoche nicht wiederholt und wechselte den enttäuschenden Kevin Poschke in 30. Minute aus. Für ihn kam Vildan Ravcanin ins Spiel und die Mannschaft schien das Signal der Übungsleiter verstanden zu haben. Fortan lief der Ball besser. Drei Minuten nach seiner Einwechslung brachte Ravcanin eine Ecke vors Tor, die nach Gewirr im Strafraum von Mokhtar Soltani im Tor der Gäste untergebracht wurde (33.). Nach einem zu Recht nicht gegeben Abseitstor der Gäste in 41. Minute erzwang das Blaue Wunder einen Handelfmeter, den Soltani zu seinem zweiten Tor nutzte (44.).
Zur Halbzeit musste Coach Rothenburger ebenfalls wechseln, weil Stümer Seifert aus privaten Gründen das Spiel verlassen musste. Für ihn kam Tim Nolte ins Spiel. Anfang der zweiten Halbzeit konnte sich auch endlich Torwart Hausmann auszeichen als er zwei Mal hintereinander eine Doppelchance der Lehrter zu Nichte machte (49.). Das Blaue Wunder konnte danach aber wieder das Spiel bestimmen und kam durch Matthias Schmidt zu zwei guten Schusschancen, ehe Manuel Kern nach einem Freistoß von Soner Bespinar und Chaos im Strafraum der Gäste den Ball zum Ausgleich in die Maschen donnerte.
Dass das Spiel dennoch nicht erfolgreich bestritten wurde, lag an einer einzigen Unaufmerksamkeit in der Defensive in der 75. Minute. Nach einer Ecke schaltete niemand beim Blauen Wunder schnell genug und der Ball flog ins Tor. Umso ärgerlicher war es, dass zwei Minuten vorher der Lehrter Torwart ausgezeichnet gegen Tim Nolte hielt.
Mit einer offensiveren Grundeinstellung nach der Auswechslung von Bespinar versuchte das Wunder das Spiel erneut auszugleichen. Dadurch entstanden allerdings Möglichkeiten zum Konter, die zwei Mal durch gelbwürdige Fouls unterbrochen werden mussten, so dass Manuel Kern in der 90. Minute mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste. Eine Minute später gesellte sich auch der Lehrter Spielführer dazu. Das war überraschend, weil der Schiri lange ohne gelbe Karte aus kam und die Partie an und für sich fair geführt wurde.
Alles in allem lässt sich sagen, dass das Wunder selbst mit einer durchschnittlichen ersten halben Stunde das Spiel hätte gewinnen können, doch Fußball wird bekanntlich nicht im Konjunktiv gespielt. Gäbe es eine Möglichkeit die ersten 30 Minuten psychologisch zu üben, wäre diese Form des Trainings sicherlich angebracht.
Am nächsten Sonntag geht’s zum Auswärtsspiel zum bislang sieglosen SV Hämelerwald.
Hausmann- M. Schmidt, Bornemann, Kern, Bespinar (79. S.Schmidt)- Poschke (30. Ravcanin), Freudenberg, Wiemer- Soltani, Wohlatz, Seifert (46. Nolte)
Tore:
0:1 direkter Freistoß (7.)
0:2 herausgespielt nach Absprachefehler (12.)
0:3 Foulelfmeter (25.)
1:3 Soltani nach Ecke Ravcanin und Gewühl im Strafraum (33.)
2:3 Soltani Handelfmeter (44.)
3:3 Kern nach Freistoß von Bespinar und Gewühl im Strafraum (67.)
3:4 nach Ecke und Unaufmerksamkeit
Gelb: Kern (80.)
Gelb-Rot: Kern (90.)

Der Praesi schreibt,
Aber Mochtar sieht cool aus!
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