Scheinbar souverän…
…bezwang die Erste am Samstagnachmittag die Auswahl des BV Werder Hannover mit 3:1.
Mit einem 4-4-2 und einzelnen personellen Änderungen trat die Erste des Wunders unter der Leitung von Trainer Oliver Rothenburger den Weg ans Ende der Schulenburger Landstraße an. Erneut begann Sebastian Schmidt hinten links, im Mittelfeld fand sich Martin Märker neben Sebastian Berk wieder und Ole Wiesen-Bergner versuchte sich auf dem rechten Flügel.
In der Anfangsphase nahmen die Blauen das Heft in die Hand und zeigten einige gute Passstafetten. Torannäherungen durch Jan Seifert, Tim Nolte und Sebastian Berk blieben zunächst ohne Erfolg. Nach einer Viertelstunde war es jedoch Nolte, der im Strafraum nach Zuspiel von Martin Märker den Ball behaupten konnte und den Werderkeeper aus kurzer Entfernung mit einem Flachschuss prüfte. Dieser parierte den Ball zwar, konnte ihn aber nich festhalten! Und so kullerte die Pille dem herangeeilten Neudreißiger Martin ‘M&M’ Märker vor die Füße, der keine Mühe mehr hatte, das Ding zum 1:0 reinzumachen!
In der Folge erspielte sich das Wunder weitere Möglichkeiten, während die Hausherren eher blaß blieben. Eine scharfe Hereingabe von Jan Seifert bolzte Ole Wiesen-Bergner aus 6 Metern über das Gehäuse(26.). In der 33. Spielminute war es wieder Martin Märker, der mit dem Ball am Fuß in den Strafraum eindrang. Nachdem er sich unter Mithilfe von Tim Nolte an mehreren Gegenspielern vorbeigewurschtelt hatte, fand sich Geburtstagskind Märker allein vor dem Torhüter wieder, schoss auch diesen noch kurz an, um dann den zurückprallenden Ball mit links in die lange Ecke zu schieben. 2:0!
Gegen eine nach wie vor müde wirkende Werder-Elf schien der Drops damit im Grunde schon gelutscht zu sein. Doch durch eine Kette von Unachtsamkeiten brachte sich das Wunder noch einmal selbst in Bedrängnis. Bei einem Offensivausflug verlor Felix Freudenberg unglücklich das Spielgerät an seinen Gegenspieler. Während das Wunder einen Freistoßpfiff forderte, schlugen die Husaren einen langen Diagonalball in die Spitze. Dort kapitulierte Sebastian Schmidt im Zweikampf gegen einen BV-Angreifer, der den Ball im Strafraum in halblinker Position auf die kurze Ecke schoss. Wunderkeeper Tobias Tackenberg reihte sich in die Rubrik “da-siehter-doof-aus” ein und ließ den Ball unter der Hand durchrutschen(40.). Nur noch 2:1 – gleichzeitig der Pausenstand.
Im zweiten Durchgang lieferte das Blaue Wunder eine äußerst dürftige Vorstellung ab. Der Spielfluss war weg, Chancen ergaben sich nur selten und lange Zeit passierte nicht viel. Werder kam entsprechend zu mehr Ballbesitz, war aber nicht in der Lage, für Gefahr zu sorgen. Bis in der 65. Minute ein verunglückt wirkender Pass einem Werderstürmer vor die Füße fiel und dieser in Richtung Tor eilte. In letzter Sekunde griff Hannes Wreden mit viel Körpereinsatz von der Seite ein und brachte den Angreifer beim Torschuss aus der Balance. Torwart Tackenberg wehrte ab, doch der Schiedsrichter wertete Wredens Einsteigen als Foul und zeigte auf den Punkt – Elfmeter! Den fälligen Strafstoß für BV Werder feuerte der Schütze in die Mitte des Tores. Tackenberg, der sich für die rechte Ecke entschieden hatte, schaffte es grade noch so, den Ball mit der Fußspitze über das Tor zu lenken und verhinderte somit spektakulär den Ausgleich!
In der Schlussphase drängte Werder ohne nennenswerten Ertrag weiter nach vorne. Das Wunder verlegte sich aufs Kontern. Eine flache Hereingabe von rechts ließ Tim Nolte zu Gregor von Olnhausen durch, der mit seinem Versuch aus 15 Metern am stark parierenden Husaren-Schlussmann scheiterte (79.). Kurz vor Schluss dezimierten sich die Gastgeber dann selbst, als sie sich wegen Meckerns gleich zwei gelb-rote Karten einhandelten.
Fünf Minuten vor dem Ende erlösten dann Sebastian Berk und Gregor von Olnhausen das Wunder. Einen Abwehrfehler nutzte Berk aus und ging allein auf den Torwart zu. Im letzten Moment legte er uneigennützig auf den mitgelaufenen von Olnhausen quer, der den holpernden Ball nur noch reinzuschieben brauchte und dies auch scheinbar souverän tat. 3:1!
Damit beendete das Wunder die Serie der Werderaner von zuletzt 5 Siegen in Folge und sicherte sich gleichzeitig den eigenen Verbleib in der Spitzengruppe. Da auch der TV Badenstedt am Sonntag patzte, liegt die Erste nur noch 2 Punkte hinter dem neuen Tabellenführer SV Borussia zurück.
Aufstellung Wunder: Tackenberg – Schmidt, Freudenberg, Gehrke, Wreden – Bohn(Fättkenheuer), Märker, Berk, Wiesen-Bergner(von Olnhausen) – Seifert, Nolte(Möller)
Gregor schreibt,
Der muss doch nen Ghostwriter haben!
Zuschauer schreibt,
Martin Märker, ich will ein Kind von dir!
schetefan schreibt,
Der Möller wurde auch noch für Nolte eingwechselt und ihm wurde ein Tor aberkannt
Der Praesi schreibt,
Stimmt, wie schwungvoll er den Torwart ausgetanzt hat. Schon traurig, dass das Tor nicht gegeben wurde.
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