Keine Punkte gegen den Meister
Die SG Blaues Wunder hat ihr letztes Heimspiel in dieser Saison gegen den bereits feststehenden Meister der Kreisliga, Damla Genc, mit 4:2 verloren.
Das Wunder startete desolat in die Partie und lag schnell 3:0 hinten. Die Systemumstellung sowie fehlender Wille sorgten für den Traumstart des Meisters. Erst in der zweiten Halbzeit fing sich das Team um Coach Olli Rothenburger und bot dem Gast Paroli. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit – wie auch in dieser gesamten Saison – zeigte sich, dass die Blauen einfach zu viele Chancen benötigen, damit was zählbares bei rumkommt. So waren trotz der schlechten Leistung in der ersten Halbzeit ausreichend Möglichkeiten vorhanden, das Spiel offener zu gestalten. Ebenso in der zweiten Halbzeit, hier wurde allerdings endlich getroffen. Das erste Tor erzielte Lars Röttiger unter tätiger Mithilfe des Damlakeepers und die Aufholjagd begann. Und wurde erfolgreich von Gregor von Olnhausen fortgesetzt. Der Joker stach nach einem Zuspiel vom eingewechselten Kanone Seifert.
Die bedingungslose Offensive, die den Meister deutlich unter Druck setzte und die das Wunder auf Augenhöhe bestritt, forderte allerdings Lücken im Defensivverbund. Allerdings wurde nun alles, was durchkam, von Keeper Damian Rathmann pariert. Alles? Nein, leider nicht. Einmal schafften es die Damlastürmer dann doch so aussichtsreich vors Tor, dass auch dem Torwart keine Chance mehr blieb.
Noch bitterer als die erste Heimniederlage 2011 war jedoch die Tatsache, dass einige Akteure ihr letztes Heimspiel für das Wunder bestritten. Dirk Bornemann zieht sich aus dem aktiven Dienst für die erste Herren zurück (obwohl er mit seinen 40 Jahren noch einer fittesten im Team ist). Seine Kampfkraft und sein Siegeswillen werden uns ebenso fehlen wie die klugen Bälle eines Lars Röttiger oder eines André Koim, die beide den Verein Richtung Ronnenberg verlassen (wir wünschen beiden dort viel Erfolg, auch wenn sie dem Wunder sehr fehlen werden). Christoph Seifert zieht beruflichbedingt in den Süden der Republik und wird deshalb dem Wunder in der nächsten Saison nicht zur Verfügung stehen. Seine Dynamik und Agilität wird sicherlich ebenso vermisst werden. Manuel Kern zieht es ebenfalls aus beruflichen Gründen in den Süden, allerdings (Gott sei Dank) nur für ein halbes Jahr, so dass der erste Neuzugang zum Winter bereits feststeht. Des Weiteren sind die Verhandlungen mit Martin Märker (der sich auf seinen Beruf konzentrieren will) noch nicht abgeschlossen, es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass er noch ein Jahr weiterspielt.
SGBW: Rathmann – Schmidt, Freudenberg, Jüstel, Möller (von Olnhausen) – Bornemann, Märker, Kern (J. Seifert) – Koim (Röttiger), Nolte, C. Seifert
Tore: 1:3 Röttiger, 2:3 von Olnhausen (Zuspiel von Kanone)
Gelb: Bornemann, Märker, Nolte
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