Böse Reibe beim OSV
Mit einer 6:1 Niederlage wurde das Blaue Wunder am Sonntag aus dem Oststadtstadion wieder nach Hause geschickt.
In einem Spiel, das mit Kuriositäten nicht geizte, standen zunächst SGBW Torwart Philipp Hasse sowie das Schiedsrichtergespann im Vordergrund. Nach einem langen Ball des OSV schnappte die Abseitsfalls des Wunders zu, der Assistent hob auch die Fahne. Allerdings brach der OSV-Stürmer seinen Lauf ab, so dass kein Pfiff ertönte. Da alle Spieler davon ausgingen, dass auf Abseits entschieden wurde, zumal auch der Assistent die Fahne nicht wieder herunternahm, wurde der Ball zum vermeintlichen Abseitspunkt gespielt. Der OSV-Stürmer schaltete als erster, schnappte sich den Ball und schob in aus 20 Metern ins leere Tor. Dies geschah in der ersten Spielminute und verunsicherte die blaue Abwehr ordentlich, auch wenn gleich im Anschluss eine gute Chance herausgespielt wurde. In der 11. Minute jedoch, konnte Hasse einen Rückpass nur unzulänglich klären und nahm beim anschließenden Abwehrversuch außerhalb des 16ers die Hände zur Hilfe. Dies wurde regelkonform mit der roten Karte bestraft, auch wenn man sich auf Seiten des Wunders ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters gewünscht hätte. Weil an diesem Tag, bis auf Hasse, kein weiterer Torhüter zur Verfügung stand, musste Defensivallrounder Felix Freudenberg fortan ins Tor und der OSV hatte nun numerische Überzahl.
Folglich konnte sich das Team von Trainer Rothenburger nicht mehr aus der Defensive befreien und kassierte Gegentreffer zwei und drei noch vor der Halbzeitpause (19./26. Minute).
Dass der OSV allerdings nahezu im Minutentakt zu Chancen kam, lag nicht nur an der Überzahl, sondern auch am Schiedsrichterassistenten, der anscheinend an diesem Tag ein Fan des Angriffspiels der Oststädter gewesen war. So wurden teils deutliche Abseitspositionen nicht erkannt und letztendlich war es „Ersatztorwart“ Freudenberg, der einen höheren Rückstand verhinderte.
Die zweite Halbzeit stand wohl im Zeichen der Wiedergutmachung des Schiedsrichtergespanns, das nun nahezu jeden Angriff des OSV im Abseits sah. Trotzdem trafen sie in der 52. Minute zum 4:0 ehe Jan-Martin Seifert eine Ecke von Stefan Möller ins Tor zwang (53. Min). Allerdings wurde die Hoffnung auf ein Fußballwunder im Gegenangriff im Keim erstickt als der OSV das 5:1 schoss. Das Spiel war nun endgültig gelaufen, da fällt auch der von Michael Wohlatz verschossenen Elfmeter, den Jan-Martin Seifert herausholte, nicht mehr ins Gewicht (65. Min).
In der 74. Minute folgte der 6:1 Endstand. Als Fazit bleibt nur zu sagen, dass der OSV wesentlich höher hätte gewinnen können und dass vermutlich mit elf gegen elf und einer glücklicheren Schiedsrichterassistentenleistung in der ersten Halbzeit mehr drin gewesen wäre. Lediglich Mokhtar Soltani und Felix Freudenberg erreichten an diesem Tag so etwas wie eine Normalform. Jetzt kann es nur heißen, dieses Spiel abzuhaken und sich gut auf das nächste Heimspiel vorzubereiten, das am Samstag auf der Anlage des Post SV gegen den FC Lehrte ausgetragen wird.
SG Blaues Wunder
Hasse/Freudenberg- Schmidt, Müller-Gerken, Kern, Möller- Poschke (73. Ravcanin), Freudenberg, Wiemer (78. Bespinar)- Seifert, Soltani, Wohlatz
Gelb: Poschke (65.)
Rot: Hasse (11.)
Der Praesi schreibt,
Sehr interessant zu lesen …
Am Wochenende wird es sicher nicht leichter. Wenn wir so gut spielen, wie Basti schreibt, kann uns nichts passieren.
Basti Jüstel schreibt,
Vielen Dank für die Blumen.
Olli schreibt,
Scheiße!
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