Pokalschlacht ohne Happy-End

Veröffentlich von Gregor am 15. September 2011 unter 1. Herren | Lese den ersten Kommentar

Ein Spiel auf Messers Schneide sahen die zahlreich angereisten Fans des SV Eintracht und der SG Blaues Wunder am Mittwochabend im Kreispokalviertelfinale.

Auf Kleinstfeld versuchte die Elf von Trainer Oliver Rothenburger mit einem 3-4-3 System vorne ein Tor mehr zu schießen als hinten. Dies gelang in der Anfangsphase auch recht passabel, als Marco Möhring in der 15. Minute nach schönem Zuspiel von Johannes Wreden mit einem trockenen Rechtsschuss in die kurze Ecke das 1:0 erzielte. Leider übernahm mit der Führung die Heimmannschaft, die zuvor bereits gut mitgespielt hatte, nun mehr und mehr das Kommando auf dem Platz. Das Wunder überließ den Eintrachtlern zunehmend das Mittelfeld, wirkte unkonzentriert und spielte zu hektisch nach vorne. Eintracht hingegen erspielte sich meist mit einer Lang-Kurz-Kurz Taktik gute Möglichkeiten und schaffte es noch vor der Pause die Partie innerhalb von 5 Minuten zu drehen. Mit 2:1 ging es in die Kabine.

Nach dem Pausentee begannen die Blauen aggressiver, setzten die Südstädter früh unter Druck und zwangen sie so zu Fehlern. Ein Ballgewinn im Mittelfeld spielte Matthias Schmidt zügig in die Spitze auf Tim Nolte, der den gestarteten Gregor von Olnhausen in die Gasse schickte. Am Sechzehner konnte dieser den Ball mit einem Picke-Schuss am herausstürmenden Torwart vorbei zum Ausgleich verwerten (58. Spielminute). In der Folge machte das Wunder weiter Druck, bekam die Ungenauigkeiten und Ballverluste im Mittelfeld aber nie richtig in den Griff, was Eintracht immer wieder zu Kontern verhalf. Einem dieser Konter sah sich Wunder-Goalie Damian Rathmann ausgesetzt, als ein Eintracht-Stürmer in halblinker Position vor seinem Kasten freigespielt wurde und den Ball an Rathmann vorbei zum erneuten Rückstand einnetzen konnte. 2:3 aus Wundersicht. Die Blauen warfen nun mehr nach vorne und schafften wenig später erneut den Ausgleich, als von Olnhausen am Strafraum einen Verteidiger stehen ließ und Michael Wohlatz in die Gasse schickte. Wohlatz spielte den Ball mustergültig von der Grundlinie in Richtung Tim Nolte, der die Pille technisch perfekt mit der linken Hacke in die Hütte schob (82. Spielminute).

Am 3:3 änderte sich bis zum Schluß nichts mehr. Das Elfmeterschießen musste herhalten. Eintracht traf alles, das Wunder patzte und verlor mit 4:2. Für das Wunder trafen, Jan Gehrke und Hannes Wreden, weniger Glück hatten Kapitän Felix Freudenberg und Gregor von Olnhausen.

Das Wunder scheitert damit im Viertelfinale des Kreispokals in einem trotz der Brisanz immer fairen Spiel gegen couragiert aufspielende Eintrachter und kann sich damit fortan voll auf die Kreisliga-Stadt und die Verteidigung der Tabellenspitze konzentrieren.

 

Aufstellung Wunder: Rathmann – Schmidt, Gehrke, Freudenberg – Wreden, Wohlatz, Hartmann, Bohn – Schwarzenbeck (Bülow), Möhring (von Olnhausen), Nolte (Wiesen-Bergner)

  • Johannes schreibt,

    ich könnte kotzen !

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